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Drei mal elf sagenumwobene Sessionen

"What shall we do with the drunken sailor?", fragte die
Kinder- und Jugendgarde des Vereins. Dies ist ihr Showtanz im
Piratenkostüm für die kommende Session.
WAZ-Bild: Ralph Heeger
Dreiunddreißig - in karnevalistischer Sprache auch: drei mal elf - Jahre
besteht nun schon die Karnevalsgesellschaft Lirich. Sie trägt den
Beinamen "Die Müllschlucker". Solch ein närrisches Jubiläum muss
gefeiert werden.
Mit ihrer Feier am vergangenen Sonntag schlug die Karnevalsgesellschaft
gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie zelebrierte ihr 33-jähriges
Bestehen und ernannte im Rahmen einer Ordensmatinee zwei Ehrensenatoren
sowie eine Ehrensenatorin.
Annemarie Altendorfer, Hansgeorg Samter und Werner Hols werden die
Geschicke des Vereins in Zukunft sowohl ideell als auch finanziell
unterstützen. Auf dass "unser Verein noch weitere 33 Jahre bestehe", so
Ehrenvorsitzender Rudolph Jankert. Angesichts schwindenden Nachwuchses
kein leichtes Unterfangen.
Doch wozu in die Zukunft schweifen, wenn es zunächst einmal gilt, die
Anfangszeit zu erhellen. Rudolph Jankert: "In Feierlaune erzählt man
sich gerne, dass unser Verein aus einer Bürgerbewegung entstand, die
sich gegen den Bau der Müllverbrennung wehrte." Als diese dann
überflüssig wurde, da die Anlage ja bekanntermaßen entstand, formierte
man sich um - zu einem Karnevalsverein.
"Nüchtern betrachtet", raubt der 58-jährige Ehrenvorsitzende der
Entstehungssage jeglichen Mythos, "setzten sich einige Liricher am
Stammtisch zusammen und gründeten eine Karnevalsgesellschaft." Da die
meisten Narren das gemütliche Beisammensein am vergangenen Sonntag aber
in besagter Feierlaune verfolgten, fand die erste Version der Geschichte
eher Anklang.
Gehör schenkte man auch Prinz Karlheinz der KG "Dampf drauf" und dem
Prinzen von Vondern, Jürgen dem Zweiten, der sich mangels eigener Garde
von den Tänzern der Müllschlucker begleiten und unterstützen lässt.
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