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Daniel Schranz
Oberbürgermeisterkandidat
Strukturwandel
Mit der „Neuen Mitte“ ist Oberhausen zur Dienstleistungsstadt
und zum Zielort für den Tourismus geworden. Doch allein
mit der Förderung von „Event-Einkauf“ und Besucherattraktionen
ist der Strukturwandel nicht zu bewältigen. Die bislang
einseitige
Ausrichtung der Standortpolitik auf Shopping und Städtetourismus
hat die Ansiedlung alternativer Gewerbe und produzierender
Industrie behindert. Die CDU steht deshalb für einen
Strukturwandel der Vielseitigkeit und wird:
- einen „Masterplan Strukturwandel“ für die Gesamt-Stadt formulieren
- das Projekt O.Vision konsequent vorantreiben
- Oberhausen als Logistik-Drehkreuz in Europa vermarkten
- den Forschungsstandort um das Fraunhofer-Institut Umsicht herum ausbauen
- die städtischen Gesellschaften zur Förderung des Strukturwandels organisatorisch neu aufstellen.
Wirtschaft und Arbeit
Die Erneuerung des Wirtschaftsstandortes Oberhausen kann
dauerhaft nur gelingen, wenn sich Investitionen in unserer Stadt
für möglichst unterschiedliche Branchen und Industriezweige
wieder lohnen. Die CDU wird:
- „Scheinprivatisierungen“ unterbinden und wo immer den
Mittelstand fördern
- die Starthilfe für Existenzgründer verbessern
- mit intelligentem Flächenmanagement die Neuansiedlung
von Unternehmen fördern
- möglich durch echte Privatwirtschaft ersetzen.
Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit hat für die CDU
Priorität. Wenn arbeitswillige Menschen keine Arbeit finden, ist
das die schlimmste soziale Ungerechtigkeit. Zugleich gilt: Wer
leistungsfähig ist, aber Leistung verweigert, verletzt seine
Solidarpflicht gegenüber unserer städtischen Gemeinschaft. Nur
im Schulterschluss aller gesellschaftlichen Kräfte haben wir
eine Chance, der hohen Erwerbslosigkeit in Oberhausen endlich
konsequent entgegenzuwirken. Die CDU wird:
- die „Oberhausen-Konferenz“ als „Bündnis für Arbeit“ auf
kommunaler Ebene weiterführen
- darauf dringen, dass die gemeinsame Verantwortung von
Sozialamt und Arbeitsverwaltung für alle Arbeitslosen
erhalten bleibt
- dafür eintreten, dass arbeitsmarktnahe Arbeitslose
vorrangig vermittelt werden
- die Förderung bildungsbenachteiligter Jugendlicher (z.B.
durch das Verbundsystem Freier Träger) verstärken.
Die Haushaltskatastrophe unserer Stadt hat ein erschreckendes
Ausmaß angenommen. Oberhausen ist finanziell handlungsunfähig
geworden. Eine konsequente Haushaltskonsolidierung ist deshalb
alternativlos. Sie darf jedoch nicht über die Steuern- und
Gebührenschraube erfolgen. Die CDU wird:
- die Effizienz der Stadtverwaltung sowie der städtischen
Unternehmen auf den Prüfstand stellen
- von Bund und Ländern eine Gemeindefinanzreform und die
Gleichbehandlung strukturschwacher Gebiete in Ost- und
West-Deutschland energisch einfordern
- bei der Festsetzung der Hebesätze für Grund- und
Gewerbesteuer das Niveau unserer Nachbarstädte
berücksichtigen
- über eine Verwaltungsstrukturreform Kooperationen mit
unseren Nachbarstädten im Revier fördern.
Bürgergesellschaft Oberhausen als eine
Stadt aktiver Bürgerinnen und Bürger ist unser Ziel. Die CDU
versteht sich als Partner der Vereine, Verbände und
Organisationen. Wo Aufgaben durch privates Engagement von
Bürgerinnen und Bürgern erfüllt werden, verdient dies unsere
Unterstützung. Auch der Familie, den Eltern und
Alleinerziehenden gebührt größte Aufmerksamkeit. Die CDU steht
für eine aktive kommunale Familienpolitik, dazu gehören:
- die Bildung eines kommunalen Forums für Familien
- die Bestellung eines Familienbeauftragten, der im Rat
der Stadt regelmäßig Bericht erstattet
- die Einführung eines Familienpasses, der Vergünstigungen
schafft
- die Schaffung eines „Tagespflegestützpunktes“, der
Betreuungskräfte nach Bedarf an berufstätige Eltern und
Alleinerziehende vermittelt.
Ein kinder- und jugendfreundliches Oberhausen – das ist
Ziel unserer Politik. Dazu gehört, dass wir auch die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern wollen.
Zugleich muss die Einbindung der älteren Generation in
politische Entscheidungsprozesse gestärkt werden. Die CDU
wird sich deshalb für einen Seniorenausschuss als
ordentlichen Ausschuss des Rates der Stadt Oberhausen
einsetzen. Stadtplanung und Stadtgestaltung sollen sich
stärker an den Bedürfnissen älterer Menschen orientieren.
Verstärkte Aufmerksamkeit sollen auch unsere Mitbürgerinnen
und Mitbürger mit Behinderungen erfahren. Die CDU fühlt sich der
Förderung der sozialen und beruflichen Integration von Menschen
mit Behinderungen verpflichtet. Diese Kommunalpolitik der
Integration bezieht sich ebenfalls auf das Miteinander der
verschiedenen Kulturen in unserer Stadt. Die CDU fördert alle
Initiativen und Projekte von und mit Ausländern – vor allem
solche, die Migrantinnen und Migranten beim Erlernen der
deutschen Sprache helfen können. Nur wenn Verständigung
funktioniert, kann gesellschaftliche, politische und
wirtschaftliche Integration gelingen. Bildung und
Erziehung
sind für die CDU ein absoluter Schwerpunkt der
Kommunalpolitik. Das Schulsystem unserer Stadt leidet unter
zahlreichen Belastungen, von schlechter Ausstattung über
Unterrichtsausfall bis zu fehlenden Ganztagsangeboten. Daher
steht die CDU für eine zukunftsorientierte Bildungsreform und
wird:
- kleineren Klassen und überschaubaren Schulen den Vorzug
geben, um Erziehung und Persönlichkeitsbildung in der
lernenden Schule zu ermöglichen
- echte Ganztagsschulangebote an allen Schulformen
schaffen
- Sprachförderung für Migrantinnen und Migranten
konsequent anpacken
- die Eigenverantwortung der Schulen bei Organisation,
Personal und Ausstattung verbessern.
Zu unserem Bildungswesen gehört neben der Schule vor allem
auch die Weiterbildung. Die CDU bekennt sich daher zur
Sicherstellung des kommunalen Weiterbildungsangebotes. Auch in
Zeiten knapper Kassen spricht sich die CDU gegen einen Abbau
kultureller Leistungen aus. Neben den städtischen
Kulturangeboten gilt dies auch gerade für die Förderung der
freien Kultur. Zu einer lebenswerten Stadt gehört für die CDU
gleichfalls der Ausbau des Breiten- und Spitzensportangebotes.
Dazu zählen Planung und Instandhaltung attraktiver Sport- und
Freizeiteinrichtungen für Jedermann, aber auch Vorzeigeprojekte
wie ein wirklicher Sport- und Freizeitpark am Stadion
Niederrhein.
Sicherheit und Ordnung
Maßgeblich zur Wohn- und Lebensqualität in Oberhausen tragen
öffentliche Sicherheit und Ordnung bei. Das Sicherheitskonzept
der CDU basiert auf einer aktiven Rolle der Stadt. Die
Reorganisation des kommunalen Ordnungsdienstes, die Verstärkung
der polizeilichen Präsenz oder die Verabschiedung eines
Verwarngeldkataloges können nur ein Einstieg sein, um das
Sicherheitsempfinden der Mitbürgerinnen und Mitbürger dauerhaft
zu stärken. Die CDU wird:
- den Kommunalen Ordnungsdienst personell vernünftig
ausstatten
- eine gemeinsame Anlaufstelle von Ordnungsdienst und
Polizei schaffen
- die Sperrmüllfledderei endlich beenden.
Stadtplanung Von grundlegender
Bedeutung für die Privatsphäre und den Lebensraum der
Menschen in unserer Stadt ist das Wohnen. Die Versorgung mit
adäquatem Wohnraum entscheidet über die Attraktivität
Oberhausens. Bauvorhaben in der Nähe bereits vor handener
Infrastrukturen soll der Vorrang vor der „Zersiedlung“ der
Stadt auf der grünen Wiese gegeben werden. Zur intelligenten
Wohnpolitik der CDU gehören:
- eine städtebauliche Konzeption mit Geschäften und
Gastronomie im Bereich des „magischen Dreiecks“ alte
Post, Arkaden Friedensplatz und Hauptbahnhof in
Alt-Oberhausen
- die städtebauliche Tradition der Parkstadt
Oberhausen zu erhalten und weiterzuentwickeln
- die Beschleunigung und Vereinfachung von
Baugenehmigungsverfahren.
- Bedeutung für den Standort Oberhausen hat nach den
Belastungen der Schwerindustrie der Schutz von Umwelt
und Natur.
Die Renaturierung der Emscher bietet uns die
Möglichkeit, wohnortnahe
Freizeit- und Erholungsräume zu entwickeln.
Voraussetzung für die wirtschaftliche Erneuerung und
eine gesteigerte Attraktivität von Leben und Arbeiten in
Oberhausen sind schnelle und leistungsfähige
Verkehrsverbindungen. In der Verkehrspolitik steht die
CDU für:
- den bedarfsgerechten Ausbau und die
kontinuierliche Sanierung der Straßen
- eine bessere Anbindung Oberhausens an das Umland
durch Regionalschnellbahnen
- einen verbesserten Lärmschutz an den
Ausbauprojekten der Deutschen Bahn
- den Abbau der Parkscheinautomaten.
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